Das Skelett als nervaler Störfaktor

Gesundheit – die richtige Funktion aller Organe und Lebens-vorgänge – setzt voraus, daß sich alle biologischen Vorgänge ungehindert vollziehen können. Störungen an den steuernden Leitungsverbindungenden Nerven – von oder zu der „Steuerzentrale“ können jede Zelle des menschlichen Körpersnegativ beeinflussen. Da aber sämtliche Nerven durch das Rückenmark im Rückgrat verlaufen und von diesem geschützt oder gestört werden können, nimmt das Rückgrat eine Schlüsselstellung im „Wohl und Weh“ der gesamten nervalen Versorgung ein.

Das Rückgrat seinerseits ist abhängig von seiner Basis, dem Kreuzbein. Das Kreuzbein wiederum wird von den beidenHüftbeinen getragen. Deren Lage zueinander und zur Horizontalfläche, auf der der Mensch steht und geht, sind von entscheidender Bedeutung für die menschliche Gesundheit.

Diese geforderten Voraussetzungen ungestörter biomechanischer Vorgange im menschlichen Skelett werden heute von einer sich ständig steigernden Anzahl von Wissenschaftlern und Fachleuten anerkannt.

Schon vor langer Zeit ist festgestellt worden, daß Verschiebungen oder Falschstellungen einzelner Skeletteile zueinander besondere pathologische Effekte nach sich ziehen können. Der Verfasser mißt besonders der Stellung des Kreuzbeins – und der im pathologischen Falle damit verbundenen Schiefstellung des Beckens – die entscheidende Bedeutung bei. Aus der Vielzahl der Untersuchungsbefunde, die zum größten Teil durch Röntgenbilder bestätigt sind, wird im folgenden grundsätzliches Material angeboten, um dem Leser die Möglichkeit zu belassen, eigene Schlußfolgerungen zu ziehen.

Es ist bei der Vielzahl der individuellen Verschiedenheiten, bei Frauen, Männern und Kindern verschiedenen Alters verständlich, daß eine genaue, allgemeingültige Darstellung pathologischer Verschiebungen oder Veränderungen nicht möglich ist. Es liegt auch im Wesen dieser Art von Untersuchungen, daß gewisse bestätigende Röntgenbilder z.B. nur mit großer spezifischer Röntgenbelastung des Patienten durchzuführen, und deshalb nicht zu verantworten sind. Auch zeigt sich an vielen Beispielen, daß räumliche Abbildungen in Plandimensionen nur schwierig darzustellen und auszuwerten sind.

Angegebene Maße, z.B. bei nachgezeichneten Röntgenbildern, sind in allgemeinen spezifisch nur für einen bestimmten Patienten, sie zeigen oft einen bestehenden Trend, der für andere Patienten gültig sein kann.

Ein normaler Beckenstand ist eine absolute Voraussetzung ungestörter biologischer Funktionen im menschlichen Körper. Dabei darf aber nicht übersehen werden, daß ein pathologischer Schiefstand des Beckens Verschiebungen bis zur Hinterhauptbasis mit großer Sicherheit nach sich zieht. Deshalb kann schon hier behauptet werden, daß sogar viele Halswirbelbeschwerden nur dann Aussicht auf dauerhafte Heilung haben können, wenn zuvor das statische Gleichgewicht des Beckens und somit des Kreuzbeins wiederhergestellt ist.

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